Home

 
Die Sonderausstellung „Gesten – gestern, heute, übermorgen“ findet vom 17. November 2017 bis zum 4. März 2018 im Sächsischen Industriemuseum Chemnitz statt. Sie untersucht den Zusammenhang zwischen der menschlichen Gestik, dem Wandel der industriellen Produktion und unserer Interaktion mit Maschinen in Vergangenheit und Zukunft.

Es wartet auf Sie eine gleichermaßen informative wie interaktive Ausstellung:

  • Erfahren Sie, was sprach­wissen­schaft­liche Gesten­forschung ist. Eigens ent­wickelte inter­aktive Expo­nate machen einen spielerisch-experimentellen Zugang zum Thema möglich.

  • Machen Sie einen kultur­geschichtlichen Rund­gang durch die Entwicklung von Werk­zeugen und Maschinen und ver­stehen Sie, welche Rolle die Hand dabei spielt(e).

  • Und schnuppern Sie Zukunfts­luft bei kontakt­loser Gesten­steuerung an unter­schiedlichen Mensch-Maschine-Schnitt­stellen.

 

Logo der TU Chemnitz
Logo der Ars Electronica Futurelab
Logo des Industriemuseums Chemnitz
Logo des BMBF
Logo des DLR
Logo der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Chemnitz
Logo der Kulturstiftung des Freistaates Sachsens
Logo des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst Sachsens
Logo der Stadt Chemnitz
Logo der Initiative Chemnitz Kulturhauptstadt Europas 2025

  • Idee, wissenschaftliche Konzeption und Gesamtleitung: Prof. Dr. Ellen Fricke in Verbindung mit dem MANUACT-Team der TU Chemnitz (Dr. Jana Bressem, Projektkoordination, Dr. des. Matthias Meiler, Johannes Müller-Viezens, Daniel Schöller, Dr. Martin Siefkes)
  • Ausstellungskonzeption, Dramaturgie, Kuratierung und Forschungspartner: Christopher Lindinger und Marianne Eisl, Ars Electronica Futurelab (Linz)
  • Wissenschaftliche Begleitung, Ausstellungskuratierung, museumspädagogisches Begleitprogramm: Dr. Oliver Brehm, Anett Polig und das Team des Industriemuseums Chemnitz
  • Ausstellungsgestaltung: Helmstedt | Schnirch | Rom

Einblick in die Ausstellung

 
  • Welche Rolle spielen Hand­be­wegungen in der menschlichen Kom­muni­kation? Was haben Gesten mit Objekt­gebrauch zu tun? In welchem Zusam­men­hang stehen Gesten mit Werk­zeugen und Maschinen, die Funk­tionen der Hand ersetzen?
Machen Sie einen kleinen Rund­gang durch die Aus­stel­lung und bekommen Sie mit den folgenden sieben Ein­blicken erste Ein­drücke, Hinter­grund­informationen und einen Vor­geschmack davon, was im Industrie­museum Chemnitz auf Sie wartet, entdeckt zu werden.

 

 

 

Die Sonder­ausstellung im Industrie­museum Chemnitz geht aus dem Forschungs­projekt MANUACT hervor. Dieses untersucht den dreifachen Zusam­men­hang zwischen Händen, Dingen und Gesten am Arbeitsplatz und im Alltag. Der Zusam­men­hang zwischen Werk­zeugen und Technik, ihrer Hand­habung und Bedie­nung und der menschlichen Gestik, der lange Zeit kaum beachtet wurde, wird dabei aus einer linguistisch-semiotischen und einer arbeits­wissen­schaftlichen Forschungs­perspektive reflek­tiert und zugleich künstlerisch beleuchtet.

Das kurze Video vermit­telt einen ersten Ein­blick in das Forschungs­projekt MANUACT.

Wir danken der Künstlerin Anette Rose für ihre Unterstützung in der Antragsphase des Forschungsprojektes MANUACT von 2012 bis 2015 (www.anetterose.de).

Begleitprogramm

 
Neben den öffentlichen Führungen findet im Rahmen der Ausstellung „Gesten – gestern, heute, übermorgen“ nicht nur eine Sonntagsmatinee, sondern auch ein wissenschaftliches Symposium statt. Dieses führt international rennomierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Industriemuseum Chemnitz, um einerseits die Forschungsergebnisse von MANUACT und andererseits die Themen der Ausstellung insgesamt zu diskutieren. Die Termine im Überblick finden Sie hier:

 

Zwei Handpaare über einer Spinning Jenny. Das eine verdrillt einen Faden, das andere empfindet dies gestisch nach.

Museumspädagogik

 
Im Rahmen der Ausstellung wird ein umfangreiches museumspädagogisches Programm angeboten: für Kinder, Jugendliche, Schulklassen und die ganze Familie. Die einzelnen Termine finden Sie hier im Überblick. Zudem gibt es für Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 den Fotowettbewerb TALKING HANDS.

 

Ein Handpaar in einer Werkstatt. Es bearbeitet Handskulpturen aus Alignat mit Sandpapier. Weitere Hand- und Armmodelle liegen im Vordergrund oder stehen aufrecht.

Kooperationspartner

TU Chemnitz: Sprachwissenschaft und Arbeitswissenschaft

Das Forschungsprofil der TU Chemnitz fokussiert die Beziehung zwischen Mensch und Technik in einer von drei Kernkompetenzen. Diese fakultätsübergreifende Kooperation prägt auch das Projekt MANUACT, in dem die Professur Germanistische Sprachwissenschaft, Semiotik und Multimodale Kommunikation (Ellen Fricke) und die Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement (Angelika Bullinger-Hoffmann) zusammenarbeiten.

  • Prof. Dr. Ellen Fricke und ihr Team nehmen die deutsche Sprache nicht nur als ein von ihren Verwendungskontexten abstrahiertes System in den Blick, sondern erforschen sie vor allem als Mittel der (Alltags-)Kommunikation in ihren reichhaltigen Funktionen und Verbindungen – auch zu anderen Zeichen: Wenn wir sprechen, verwenden wir bespielsweise nicht nur Stimme und Schrift, sondern werden als Personen sichtbar und greifbar, illustrieren Texte mit Bildern oder besprechen Filmbilder aus dem Off. Den redebegleitenden Gesten im immer multimodalen Kommunikationsprozess kommt an der Professur besondere Aufmerksamkeit zu. Die dort verankerte Arbeitsstelle Gestenforschung und Sprechwissenschaft (Leitung: Dr. Jana Bressem) zielt dabei auf konkrete Anwendungsperspektiven und verbindet an der TU Chemnitz Lehre, Forschung und Weiterbildung.
  • Die Bedienung von Robotern mit Gesten im Produktions- und Consumer-Bereich ist heute keine „Zukunftsmusik“ mehr.  Der Erfolg von innovativen Produkten und technischen Systemen ist jedoch wesentlich dadurch bestimmt, inwiefern diese bedienungs- und damit gebrauchstauglich gestaltet sind. Prof. Dr. Angelika C. Bullinger-Hoffmann forscht mit ihrem Team intensiv an der Schnittstellen zwischen Mensch und Technik in der Arbeits- und Lebenswelt von morgen. Lösungen werden dabei stets so gestaltet, dass sie die Anforderungen der späteren Nutzer erfüllen. Ziel der Forschungsarbeiten ist es, Methoden und Werkzeuge zur Gestaltung gebrauchstauglicher und breit akzeptierter Mensch-Technik-Schnittstellen, zu entwickeln.
Ars Electronica Futurelab (Linz)

Das Ars Electronica Futurelab, ein trans­diszipli­näres und viel­fach preis­gekröntes Medienkunst­labor, wurde 1996 gegründet. Es gilt international als eines der füh­renden außeruniversitä­ren Forschungs- und Entwick­lungs­institute auf den Gebieten der Medienkunst, Informations­ästhetik, Interaktions­design, Persuasive Techno­logy, Robotik oder Virtual Environ­ments. Das Labor kooperiert mit zahl­reichen Universi­täten und Unter­nehmen weltweit, entwickelt Zukunfts­strategien für große Konzerne und erschließt neue Märkte.

Wissenschaft­lerInnen, TechnikerInnen und Künst­lerInnen aus aller Welt und aus unterschiedlichs­ten Disziplinen entwerfen im Ars Electronica Futurelab inno­vative Konzepte, Projekte und Proto­typen in den Bereichen Medien­kunst, Architektur, Design, interaktive Ausstellungs­gestaltung oder Echtzeit­grafik.

Ars Electronica Futurelab

Sächsisches Industriemuseum Chemnitz

Das Industriemuseum Chemnitz wurde nach der deutschen Wiedervereinigung 1991 gegründet. Die Sammlung umfasst heute mehr als 22.000 Objekte, insbesondere aus den Bereichen Büromaschinen, Werkzeug- und Textilmaschinen, Produkte sächsischer Wirtschafts- und Sozialgeschichte, einschließlich Kunst.

Das Industriemuseum Chemnitz ist das Zentrum des Sächsischen Industriemuseums, zu dem außerdem drei technische Denkmale und Museen der Industriegeschichte gehören: die Tuchfabrik Gebr. Pfau Crimmitschau, das Besucherbergwerk Zinngrube Ehrenfriedersdorf und die Energiefabrik Knappenrode.

Großartiger und authentischer Rahmen der Dauerausstellung ist die denkmalgeschützte Halle einer früheren Gießerei mit einer Fläche von 4.500 qm. Die Ausstellung ist in elf Themenbereiche gegliedert und gibt einen Einblick in mehr als 200 Jahre sächsischer Industriegeschichte, vom Bergbau und der Textilindustrie über den Maschinen- und Automobilbau bis hin zu sozialen Fragen der Industrialisierung. Auf einem durch die gesamte Halle laufenden silbernen Band findet der Besucher eine Auswahl herausragender sächsischer Erzeugnisse und Erfindungen.

Geführte Rundgänge, die Vorführung zahlreicher Exponate (Werkzeugmaschinen, Steuerungstechnik, Textil- und Büromaschinen) und verschiedene interaktive Angebote lassen den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Eine besondere Attraktion ist die Vorführung der „Germania“-Dampfmaschine von 1896 mit Frischdampf einmal monatlich.

Auf Anfrage bietet das Museum Führungen zu unterschiedlichen Themen und in Fremdsprachen für Gruppen bis 25 Personen an. Zum Angebot für Kinder, Jugendliche und Schulgruppen gehören Projekttage zur Metallbearbeitung, Textilbearbeitung, Textildruck und vieles mehr.

Für Veranstaltungen, wie Firmenjubiläen, Konferenzen und ähnlichen, ist das Industriemuseum Chemnitz mit seinem attraktiven Umfeld eine bevorzugte Adresse.

Sächsisches Industriemuseum Chemnitz

 

Hauptgebäude des Industriemuseums Chemnitz, Vordereingang, links daneben das Ausstellungsplakat.

Besuch planen

 
Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten des Sächsischen Industriemuseums Chemnitz.
Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag: 9 bis 17 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag: 10 bis 17 Uhr
Montag: geschlossen
24., 25., 31. Dezember und 1. Januar: geschlossen

Preise

Erwachsene: 7,00 €
Ermäßigt: 4,00 €
Gruppen ab 10 Personen pro Person: 5,00 €
Ermäßigte Gruppen ab 10 Personen pro Person: 3,00 €
Kinder bis 18; Schüler über 18; Studenten der TU Chemnitz; Betreuer von Schwerbehinderten, Reisegruppen, Vorschul- und Schulgruppen: frei

Anschrift

Zwickauer Straße 119
09112 Chemnitz

Anreise

Das Museum befindet sich westlich des Chemnitzer Stadtzentrums an der Zwickauer Straße, Kappler Drehe und ist erreichbar mit PKW, Straßenbahn und Bus (Haltestelle: Industriemuseum).

Presse

 
Ausgewählte Pressefotos können Sie im Pressebildarchiv der TU Chemnitz finden. Das Ausstellungsplakat finden Sie hier.
 
Medienspiegel
 
Kontaktformular für Anfragen






Bitte diese Zahl eingeben (Spamschutz)

46044

Impressum

 
Die Urheberrechte der Beiträge dieser Internetpräsenz liegen bei den genannten Autoren. Obwohl alle externen Links sorgfältig ausgewählt und geprüft wurden, kann keine Verantwortung für deren Inhalt übernommen werden.
 
Redaktion: Matthias Meiler (TU Chemnitz)
Gestaltung: visualstimuli
Kontakt

Prof. Dr. Ellen Fricke

E-Mail: sekretariat.efricke [at] phil.tu-chemnitz.de
Telefon: 0371 531-27220 (vormittags)
Telefax: 0371 531-27229

Besucheradresse:
Thüringer Weg 11, Raum 211
09126 Chemnitz

Anschrift:
Technische Universität Chemnitz
Philosophische Fakultät
Professur Germanistische Sprachwissenschaft, Semiotik und Multimodale Kommunikation
09107 Chemnitz

Nach oben